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Schiffswerft und Maschinenfabrik Max Sieghold 1924-1988
von Peter Müller
Im nördlichen Teil des Fischereihafens II hatte am Ostufer Bremerhavens kleinste Seeschiffswerft ihren Sitz, die Sieghold-Werft Bremerhaven GmbH & Co.Dieses 1924 von Max Sieghold als Schmiede und  Schlosserei gegründete Unternehmen reparierte anfangs nur Haushaltsgeräte. 4 Jahre später baute Sieghold den ersten Fischdampfer um. Er fertigte auch mechanische Transportanlagen für frische Heringe. Mit diesen Arbeiten wandelte sich der ursprüngliche Handwerksbetrieb zum Industriebetrieb.
1937 siedelte der Betrieb auf seinen Standord an der Ostseite über und stellte ein Schwimmdock in Betrieb, das erste im Unterweserraum.
Während des II.Weltkrieges wurden mit einer Mannschaft von 120 Mann Vorpostenboote umgerüstet, Fischdampfer repariert und umgebaut.
Am 15.12.1950 dann Kiellegung des ersten Neubaus, Stapellauf der "Cornelia Sieghold" am 5.6.1951, besser gesagt eines Stapelhubs an zwei Kränen. Es handelte sich um ein Küstenmotorschiff, es hatte die Baunummer 101.Der nächste Neubau mit der Nummer 102 war die "Bernhard".
Danach Bau der H.J."Kyvik" für eine norwegische Reederei.
Danach folgte der Neubau Nr.104 ein Zollponton für die Oberfinanzdirektion Bremen.
Danach Bau  einer neuen "Cornelia Sieghold" mit 300 BRT unter der Bau-Nr.105.
Der Firmengründer Max Sieghold starb 1955. Sein Sohn, ein gelernter Schiffbauer und seit 1954 auf der Werft beschäftigt, führte zusammen mit dem damaligen Betriebsleiter Ernst Franke den Betrieb weiter.
Größere Geländeerweiterungen in den 60er-Jahren gaben der Werft ihr späteres Gesicht. Neben Schiffsreparaturen-die beiden Schwimmdocks hoben je 3200t- gehörte auch der Neubau von Fischereifahrzeugen, Schottelschleppern und Küstentankern zur Angebotspalette der Sieghold-Werft, die außer 1964 als erste Bremerhavener Werft den Bau und die Reparatur von Offshore-Anlagen (z.B. "Transocean 2") aufnahm.
1960 lief unter der Baunummer 115 für das Hansestadt Bremische Amt, Bremerhaven, der Schlepper "Sirius" bei Sieghold vom Stapel. Das Schiff hatte eine Länge von 21,51m, eine Breite von 5,8 m sowie einen Tiefgang von 2,7m.

Im Jahre 1974 baute Sieghold für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ein Fischereiforschungsschiff namens "Solea". Bei einer Länge von 35,37m, einer Breite von 9 m  und 4,4 m Tiefgang hatte es 337,40 BRT.
1984 brachte das Dockschiff "Super-Servant 1" der Sieghold-Werft die dreibeinige Bohrinsel "Transocean 7". Es wurde für die kältere Region Nordsee eine Heizung eingebaut und ein Wetterschutz. Im  August 1984 arbeiteten drei Schichten der Sieghold-Werft rund um die Uhr, rund hundert Arbeitskräfte, um innerhalb von vier Monaten die Bohrinsel "F.G.McClintock" zu überholen und für den speziellen Einsatz in der Nordsee umzurüsten.
Mit der Reparatur von Trawlern, Schleppern, Kuttern und seit 1964 auch von Bohrinseln sowie mit Schiffsneubau behauptete sich der Familienbetrieb, der zeitweise 400 Beschäftigte hatte, bis 1988.
Wilhelm Werst schrieb 1988 in "Schiffahrt International", daß diese Spezialität, nämlich die weltweite Reparatur von Bohrinseln der Sieghold-Werft zum Verhängnis wurde. Die US-Bohrgesellschaft Reading & Beates ließ die Sieghold-Werft auf unbezahlten Rechnungen von mehr als fünf Millionen Mark sitzen.
So blieb der Werftleitung nichts anderes übrig, als die Werft an den Vulkan zu verkaufen. Die Betriebsübernahme kam dann einer Werftstillegung gleich.
Mit der Eingliederung in den Werftenverbund unter der Dominanz des Bremer Vulkans endete der Schiffsneubau.
Am 30.September 1988 schloß die kleinste Werft Bremerhaven für immer ihre Tore.
Nach dem Verkauf der Schwimmdocks führte die Nachfolgefirma "Höhne Anlagenbau" nur noch gelegentlich Arbeiten auf Schiffen durch.

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katumbra ala heja
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sonst weiter kalt
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dass wir große Koalition bekommen
auch wenn die Jusos das nicht verstehen
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habe sie nun  nach und nach
auf meine persönlichen  Bedürfnisse zugeschnitten
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