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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

1649 über sieben Brücken musst du gehen

als er das alte Haus zum ersten Mal
ängstlich betrat
war da diese junge Frau
klein, brünette, schlank und agil
sie stellte sich vor
er wusste nun,
dass sie an der Uni studiert hatte
sehr schnell musste er begreifen,
dass er wieder neu anfangen
wieder von vorne lernen musste
schneller reagieren, flexibel sein
jeder Tag brachte neue Probleme
neue Kunden
schwierige Kunden
die Arbeit auf seinem Schreibtisch stapelte sich
er kam nicht dagegen an
und zwischendurch packte ihn die Verzweiflung
soviel Neuland
so viele Herausforderungen von allen Seiten
keine Aufmerksamkeit und keine Anerkennung
dafür Forderungen und Kritik
ganz auf sich alleine gestellt
über sieben Brücken musst du gehen
sagte sich Amschel
er machte sich damit Mut
nach dem Motto: halt durch
und nach den sieben Brücken
kamen die nächsten sieben Brücken...

1647 Amschel I

das Verhältnis zum Vater war angespannt
Amschel selbst feinfühlig, zurückhaltend
ja scheu und nachdenklich
beschreibt Amschel seinen Vater
der sich aus armen Verhältnissen
hoch gearbeitet hatte
als durch und durch lebenstüchtig
und zupackend
aber eben auch grob, polternd
selbstgerecht und depotische Natur
das Leben und Werk von Amschel
vom Konflikt mit dem Vater geprägt

Kafkas jüdischer Name lautete Amschel

1645 Afrika, Afrika!

an diesem Morgen verließ der junge Mann
das alte ehrwürdige Gebäude
in einem langen schwarzen Mantel
und einem schwarzen Hut
auf dem Weg zur Arbeit
begann es zu regnen
Franz K. begann zu tanzen
und sang: Afrika! Afrika!
er bewegte sich geschickt
da öffneten sich die Fenster der Häuser
an beiden Seiten der Straße 
und die Menschen schrien und sangen:
Afrika!! Afrika!!
Einige Schritte hinter Franz K. schritten
schwarzhäutige Afrikanerinnen
sie sangen und schrien:
Afrika! Afrika!
und irgendwo hörte man eine Rockgruppe
Manfreds-Mans-Earthband sangen und spielten:
Brothers and Sisters of Africa & To Bantustan

1644 die alte Seiko

er erzählte, dass sein Vater Taxifahrer war
und damals vor 50 Jahren
gab man ein Pfand ab,
wenn man nicht zahlen konnte
z.B. seine Armbanduhr
auf diese Weise hatte sein Vater
eine ganze Sammlung von Uhren
eine dieser Uhren bekam der Sohn
geschenkt, es war eine Automatik von Seiko
inzwischen ist das Glas verkratzt
und die Uhr musste gereinigt werden
der erste Uhrmacher konnte sie reinigen
aber ein neues Uhrenglas hatte er nicht
dann war der Nachbar in der Türkei
und fragte dort den Uhrmacher
aber auch der konnte kein Glas besorgen
nun soll ein Freund helfen,
der auf Asienurlaub ist
und demnächst Japan besucht....

1643 die Schriftstellerin

heute fiel mir in einem Getränkemarkt
die Visitenkarte einer Schriftstellerin
in die Hände
und ich dachte:
die kenne ich doch von damals
von irgendwoher
from nowhere
war das damals in dem Schreibkreis
oder später in der Fotogruppe
ich kam nicht drauf
dann habe ich bei Dr.  Google
angefragt und sie gefunden...
nun kann ich wieder loslassen...
ich habe die Frau nie wirklich kennengelernt
immer nur von ihr gehört
auch was..
nebenbei ist sie Stockfotografin

Kruzenstern ex Padua

"Kruzenshtern" ex Padua
.
Die Kiellegung der "Padua" fand am 24. Juni 1925 auf der Tecklenborgwerft in Geestemünde (heute Bremerhaven) statt. Aufgeriggt wurde sie bei Blohm & Voss in Hamburg. Die Indienstellung erfolgte im Jahre 1926.
Das Schiff wurde in Anlehnung des  Schiffsrisses der Pangani von 1902 gebaut. Baunummer S.408.

Technische DatenBruttoregistertonnen:3141Segelfläche:3400 qmLänge:114,5 mBreite: 14,05 mTiefgang: 6,80 mHöhe Großmast vom Deck:54,00 mHöhe Marsplattform:17,00 mHöhe Bramplattform:33,00 mHilfsmotor: 2 Dieselje 1000 PSTankkapazität Diesel:700 TonnenTankkapazität Wasser:900 TonnenTagesverbrauch Diesel:6 TonnenTagesverbrauch Wasser:20 TonnenDie Padua wurde am 23. Juni 1926 durch Christine Laeisz getauft und ging unter seinem Kapitän Carl Schuhberg am 30. August 1926 auf ihre erste Reise zur Salpeterübernahme in  Talcuhuano/Chile von der sie am 12. Januar 1928 nach Hamburg zurückkehrte.
Die schnellste Reise, die zugleich auch Weltrekord für Rahseg…

Kommodore Ziegenbein

Rede von Stadtverordnetenvorsteher Hans-Joachim Petersen zur Enthüllung der Bronzetafel am Columbusbahnhof 16.07.1999

Anrede,
auf den Tag genau heute vor 70 Jahren lief der Schnelldampfer "Bremen" von hier aus, um auf seiner ersten Reise, der Jungfernreise, das Blaue Band, Sinnbild für die schnellste Atlantiküberquerung von West nach Ost, zu erringen. Die "Bremen" war kurz zuvor fertiggestellt worden und erst am 24. Juni 1929 von der Bauwerft, der AG Weser in Bremen, nach Bremerhaven verholt worden. Wenn wir heute von den vielen Zuschauern lesen oder hören, die die Überführungsfahrten der Neubauten der Meyer-Werft in Papenburg über die Ems verfolgen, so war das vor 70 Jahren an der Weser nicht anders. Der Fluß war damals für das größte bislang in Bremen gebaute Schiff allein reserviert, und Tausende und Abertausende von Zuschauern verfolgten das eindrucksvolle Ereignis.
Mit den beiden Schnelldampfern "Bremen" und "Europa" hatte der Norddeutsche Llo…
Hansa-Werft 1922-1925 in GeestemündeNach den Recherchen des Arbeitskreis Stadtgeschichte befand sich  am Querkanal, nach dem die Marine ihre Aktivitäten in Geestemünde eingestellt hatte, dort noch ein Torpedo-Batterie-Schuppen. Hier richtete sich 1922 die "Hansa-Werft G.m.b.H" ein. Bei der Anlage handelte es sich um eine auf Pfählen stehende Holzplattform auf der ein Holzschuppen verbunden mit einer Slipanlage sich befand. Es wurden noch Arbeitsvorrichtungen wie Bandsäge, Abrichthobel usw angeschafft und später ein Magazintrakt  zu Kontorräumen ausgebaut. Die Hansa-Werft konzentrierte sich auf den Neubau und die Reparatur von Gebrauchsbooten, Motorbooten und Segelyachen sowie auf die Anfertigung von hölzernen Schiffsausrüstungsgegenständen.
Die Inhaber waren Techniker und Geschäftsleute. Ende 1922 arbeiteten bei der Kleinwerft 15-20 Personen. Im Rahmen der allgemeinen Schiffbaukrise in den 20er-Jahren mußte die Werft dann wohl Mitte 1925 ihren Betrieb einstellen.

1639 Hochseefischerei-Reederei N. Ebeling Chronik 1905-1955

8. November 1905Nicolaus Ebeling und Johannes Thode gründen die Reederei N.Ebeling und beschließen den Bau von zwei Fischdampfern mit den Namen "Schleswig" und "Holstein".18. Oktober 1906Fischdampfer "Schleswig" läuft vom Stapel.6. Juli 1907Halbjahreshauptversamlung- N.Ebeling berichtet über die ersten guten Fangergebnisse1910wurde der Fischdampfer "Sonderburg" erbaut, danach folgten die Dampfer "Glücksburg" und "Lauenburg".1913lief der 7. Dampfer "Oldenburg" vom Stapel21.02.1914verstarb Johs. Thode1915wurde der Neubau "N.Ebeling" in Auftrag gegeben.1918wurde der Neubau "Axel Walter" erworben und unter dem Namen "Norburg" auf Fang geschickt.- Im gleichen Jahr wurde der erste Nachkriegsbau "Flensburg" bestellt. Das Schiff ging jedoch im April 1920 durch eine Minenexplosion mit der gesamten Besatzung verloren.1919wurden gleich vier Neubauten auf Kiel gelegt: "Holstein"…

1637 Ambo Jela und die Besetzung des Verteilerkreises Bremen-Nord -Ostermarsch 1984

Ambo Jela war dabei als Ostern 1984 vor der US-Kaserne "Hells on Wheels" bei Garlstedt gegen die Stationierung von Pershing II undCruise Missiles-Raketen in Deutschland demonstriert wurde. Ambo Jela fuhr mit hunderten von Friedensfreunden nach Garlstedt. Ambo Jela war dabei und er hatte schon vorher Angst. Ambo setzte sich  zusammen mit anderen auf die Straße einige Hundertmeter vor und hinter der Zufahrt zur Kaserne. Es kam deutsche Polizei. Ambo  dachte: Bullen. Es kamen Wasserwerfer, ganz neue mit Gittern, da brauchte man keine Steine werfen. Ambo Jela saß da auf dem Straßenpflaster mit seiner neuen teuren Lederjacke. Neben ihm saß die nette Renate und weiter rüber Dieter, der Blonde. Von links kam berittene Polizei und machte die Straße dicht. Polizisten mit Schlagstöcken und Schilder kamen bedrohlich näher. Ambo vibrierte und war aufgeregt. Die Wasserwerfer kamen langsam und drohlich näher. Einsatzbefehle. Talky-Walky-Geräusche. Die Grünen rückten näher, nur auf Befehl, noch einen  M…